Corona hat den Sprachunterricht für immer verändert. Wie Umfragen zeigen, wird es in Zukunft möglicherweise vor allem Hybridformen geben. Das bedeutet, Präsenzphasen werden ergänzt durch Unterricht im virtuellen Raum. Aber wie gelingt virtueller Sprachunterricht?
Marion Grein, Leiterin des Masterstudiengangs Deutsch als Fremdsprache an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, findet: Dafür braucht es vor allem digital kompetente Lehrende, eine Plattform für sozialen Austausch und ein digitales Lehrwerk.

Was heißt digital kompetent?

Digitale Kompetenz definiert Marion Grein so: Lehrende kennen mindestens acht digitale Tools, die sie ihren Lernenden an die Hand geben können, damit die damit arbeiten können. Nicht die Lehrenden, sondern die Lernenden sollen also die Tools kreativ nutzen, um gemeinsam Inhalte für die anderen Teilnehmer:innen zu erstellen. Das nennt man dann konstruktiv-kollaborative Interaktivität. Diese sogenannten EduApps wie Padlet, Quizlet, Kahoot oder Penzu sind kostenlos, spielerisch und kommen bei Lernenden gut an. Allerdings sollte man es damit auch nicht übertreiben. Marion Grein empfiehlt, nicht mehr als zwei EduApps pro Unterrichtseinheit zu verwenden.

Warum eine Lernplattform?

Video-Chat allein reicht nicht. Denn die digitale Distanz verhindert, dass sich die Teilnehmer als Gruppe fühlen. Es braucht also eine Lernplattform mit der Möglichkeit zu einem ungezwungenen sozialen Austausch. Gibt es keine Lernplattform in der jeweiligen Institution, so schlägt Grein vor, eine Facebookgruppe o. ä. zu gründen.
Lehrende können zu bestimmten Zeiten für Fragen auf der jeweiligen Lernplattform zur Verfügung stehen. In erster Linie sollen aber die Teilnehmer:innen das Gefühl haben, einen geschützten Raum für Ihre Kommunikation zu finden. Auf keinen Fall darf der Eindruck entstehen, dass sie dort ständig kontrolliert werden sollen.

Braucht es ein digitales Lehrwerk?

Die Antwortet lautet: Ja! Screensharing eines digitalen Lehrwerks verbessert das Lernen. Warum? Darauf gibt die Neurologie eine Antwort. Wir nehmen pro Sekunde unglaublich viele Informationen wahr. Unser limbisches System im Gehirn arbeitet wie ein Türsteher und entscheidet, was wirklich „eingelassen“ wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass Informationen dieses System passieren, nimmt bei visueller Unterstützung zu. Wer also das Lehrwerk auf dem Bildschirm sieht, nimmt mehr auf.
Außerdem ist ein digitales Lehrwerk wie Momente von Hueber editierbar. Und das macht es möglich, Aufgaben zu EduApps direkt in das Lehrwerk zu integrieren.

Wie so ein virtueller Sprachunterricht ganz konkret aussehen kann und welche EduApps sie am liebsten einsetzt, zeigte Marion Grein mit dem digitalen Hueber Lehrwerk Momente im Hueber-Workshop auf der diesjährigen DaFWEBKON.

Schauen Sie doch mal rein in die Aufzeichnung unseres Workshops!


Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

 


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